Matthias Wunsch: Waldrand im Herbst

„Waldrand im Herbst“ von Matthias Wunsch in Wettbewerb ausgezeichnet

Mein Gemälde „Waldrand im Herbst“ (Tempera auf Karton, Format 37×44,5 cm, 2013) wurde in dem Wettbewerb der Facebook – Gruppe „And not only Art, it’s Life – International Contest Group“, unter die „Arts of the week – Most Popular“  in der Woche vom 29. 12. 2013 bis zum 03. 01. 2014 gewählt.
Diese Gruppe wird von der international anerkannten Künstlerin Jasna Dragun, die auch das Facebook-Profil und die mehrfach ausgezeichnete Website „Artica Arta“ betreibt, moderiert. Die Gewinner werden durch eine Jury und einer Publikumsabstimmung ermittelt.

Die Schwäbische Alb in der bildenden Kunst

Die Natur meiner Heimat, der Schwäbischen Alb, hat schon zahlreiche Maler zu großartigen Gemälden inspiriert, zu den bekanntesten zählen z.B. Schickhardt oder Neubrand. Auch für mich ist diese einzigartige Landschaft aus Heiden, Wald und markanten Felsen immer wieder ein lohnendes Motiv gewesen, so z.B. für mein Gemälde „Düstere Wolken über den Steinernen Jungfrauen“ aus dem Bilderzyklus „Monumente von Mensch und Natur“, das ich im vergangenen Jahr 2013 in verschiedenen Ausstellungen von Berlin bis Wien, u. a. dem Kunstsalon „Maja & Friends“ oder der Internationalen Galerie in Heidenheim an der Brenz gezeigt habe.

Mein Gemälde „Waldrand im Herbst“

Auch mein Temperagemälde „Waldrand im Herbst“ hat ein Motiv der Schwäbischen Alb, einen idyllischen Waldrand an einer Heide nahe dem Dörfchen  Erpfenhausen bei Gerstetten (Kreis Heidenheim).
Riesige, uralte Wetterfichten ragen an diesem unberührten Waldrand über der Heidelandschaft auf. Ich habe eine besonders markante Gruppe von drei dieser ehrwürdigen Bäume gemalt, Am linken Bildrand etwas weiter hinten erhebt sich der erste  Baumriese, durch dessen Zweige die Strahlen der Sonne auf eine Lichtung im Wald fallen. Daneben ragt die größte und höchste Wetterfichte auf, deren Krone 1990 dem Orkan „Wibke“  zum Opfer gefallen war. Heute sieht man nichts mehr von diesem Schaden, denn der gewaltige Baum konnte sich vollständig erholen und eine neue Krone ausbilden. Die große Höhe dieses Baumes wird durch die weiße Wolke am blauen Himmel hinter der Krone noch unterstützt.
Rechts davon steht eine fünfstämmige Fichte, deren undurchdringliches Gewirr aus Ästen und Zweigen fast eine Baumgruppe für sich darstellt. Hinter den Bäumen kann man eine Lichtung erkennen.

Aussage von „Waldrand im Herbst“

Die Unberührtheit der Natur dieses idyllischen Waldrandes im Herbst wird auch durch die mächtige, abgestorbene Fichte am rechten Bildrand und die Silberdisteln auf der Heide im Vordergrund symbolisiert.
Das Bild lässt aber auch andere Deutungen zu:
Die Szenerie kann aber auch und gerade durch die Herbststimmung für den ewigen Kreislauf des Werdens, Bestehens und Vergehens in Gottes Schöpfung stehen. Die Silberdisteln blühen und geben ihre Samen frei und bringen so neues Leben hervor, die uralten, immergrünen Fichten stehen für die Beständigkeit. Das gelbe Laub der Birke und die abgestorbene, kahle Krone der Fichte dahinter symbolisieren die Vergänglichkeit der irdischen Existenz. Dieser Kreislauf geht aber ohne Gefühle der Trauer oder Verzweiflung vonstatten, wie die helle, freundliche Stimmung auf dem Gemälde zeigt. Das Herbstlaub leuchtet in der Sonne, und sogar der kahle Stamm der abgestorbenen Fichte ragt friedlich und hell dahinter auf.

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Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist Kunstmaler. Matthias Wunsch ist in Süddeutschland geboren und entwickelte autodidaktisch seinen unverkennbaren romantisch-realistischen Malstil, dessen Motive meist durch die klassische Musik, Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen und schließlich das Meer, die Schiffe und die Seefahrt inspiriert sind. Der Künstler malt hauptsächlich mit Tempera auf Karton. Tempera ist eine wasserlösliche Farbe, die u.a. von den Meistern der Renaissance wie Michelangelo oder Botticelli oder auch bei der Ikonenmalerei verwendet wurde. Nach zahlreichen Aquarellen schuf der Künstler im Alter von 15 Jahren seinen ersten großformatigen Bilderzyklus „Impressionen der Cote d’Azur“ in Südfrankreich. Hierbei dominierten noch wuchtige, kraftvolle Formen. Während der Arbeiten an der v.a. von Reiseerinnerungen inspirierten Bilderreihe „Monumente von Mensch und Natur“ vollzog sich ein stilistischer Wandel hin zu seiner heutigen von einem großen Detailreichtum und aufwändigen Bildkompositionen geprägten Darstellungsweise. Seine Liebe zur Seefahrt bewog den Maler, als Trainee, d.h. als zahlendes Besatzungsmitglied, an der vielbewunderten Weltumsegelung des größten traditionellen Segelschiffs der Welt, der russischen Viermastbark SEDOV auf der Etappe Brest-Casablanca teilzunehmen. Die SEDOV wurde als Frachtsegler 1921 in Kiel gebaut und fährt seit 1945 unter russischer Flagge als Schulschiff. An Bord verlebte Matthias Wunsch unter den bis 63 Meter hohen Masten mit insgesamt 4192 Quadratmetern Segelfläche einige seiner glücklichsten Momente. Sein Bilderzyklus „Weltumsegelung der SEDOV“ stellt die schönsten Momente dieser Expedition dar. 2012 lernte Matthias Wunsch die Opernsängerin Maja Fluri kennen. Maja Fluri hatte mit ihrem 2010 gegründeten Berliner Kunstsalon „Maja & Friends“ eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die mit monatlich wechselndem Programm klassische Musik, bildende Kunst und Literatur zu einem Gesamtkunstwerk zusammenführt, an dem auch schon Berühmtheiten wie Marguerite Kollo oder der Maler Christophe Didillon teilgenommen hatten. Nach der Ausstellung beim 25. Jubiläumssalon in Berlin folgte eine intensive Zusammenarbeit in insgesamt sieben Salons u.a. auch auf Tournee an den Bodensee und nach Wien. Maja Fluri inspirierte den Künstler zu den Bilderzyklen „Ein Maskenball“ und „Sieben spanische Bilder“. Der „Gitarrensalon“ in Berlin mit dem italienischen Stargitarristen Giuseppe Chiaramonte und die „Opern-Nacht“ auf der Open-Air-Bühne beim Kultursommer auf Schloss Kittsee im Burgenland /Österreich im Juli 2014waren die Höhepunkte dieses künstlerischen Zusammenwirkens. In Kittsee wirkte kein Geringerer als Prof. Uwe Theimer (u.a. musikalischer Assistent von Karl Böhm, Lorin Maazel und James Levine und 1. Dirigent beim Wiener Opernball) als Pianist sowie die Schriftstellerin Tanja Stern mit. Außerdem wurde Matthias Wunsch von der Universität Murmansk (Russland), dem Schiffseigner der SEDOV zu einer 14 Tage dauernden Ausstellungstournee in der Ostsee eingeladen. Der Künstler präsentierte dem internationalen Publikum auf dem Windjammerfestivals „Hanse Sail Rostock“ und „Gdynia Sailing Days“ (Polen) sowie in Sassnitz auf Rügen seine Gemälde an Deck oder bei schlechtem Wetter im Festsaal der SEDOV. Prominente Gäste seiner Ausstellung waren Alexei Alexeev, der russische Botschafter in Polen, Norbert Thomé, der Vorsitzende von „Tall Ship Friends“ sowie Ulf Bingsgard, der Bürgermeister der schwedischen Stadt Trelleborg. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete Matthias Wunsch in seiner Bilderreihe „Segel über der Ostsee“. Mit „Windjammerlegenden“ schuf der Künstler einen Gemäldezyklus über berühmte Großsegler des 20. Jahrhunderts, wie die PREUSSEN, die PAMIR oder auch die KRUZENSHTERN oder die GORCH FOCK. Das gesamte maritime Werk von Matthias Wunsch wurde auch in der Kunstgalerie auf der RICKMER RICKMERS in Hamburg aus. Dieser Großsegler wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt heute als Museumsschiff und schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken. Im Anschluss daran folgte eine Ausstellung auf dem Windjammerfestival „Hanse Sail Rostock". Aktuell arbeitet der Künstler an weiteren Opernillustrationen u.a. von Puccinis „La Bohème“.

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