Seguidilla murciana

Gemälde „Seguidilla murciana oder der murcianische Reihentanz“ von Matthias Wunsch

Mein Temperagemälde „Seguidilla murciana“ ist das zweite Bild in meinem Zyklus „Spanische Bilder“, der von den „Sieben spanischen Volksliedern“ von Manuel De Falla inspiriert wurde. Es hat das Format 70×50 cm und ist mit Tempera auf Karton gemalt.

Im Vordergrund tanzen junge Leute die Seguidilla, einen spanischen Reihentanz, auf der nächtlichen Plaza Cardenal Belluga. Davor sieht man eine Fackel, die schon fast heruntergebrannt ist. Im Hintergrund erhebt sich die prachtvolle Fassade der Kathedrale von Murcia.

Die tanzenden Menschen tragen eine die murcianische Tracht mit weiten Reifröcken und Spitzenblusen bzw. schwarzen Kniehosen, weißen Strümpfen und hellen Hemden. An dem leicht bewölkten Nachthimmel scheint der Vollmond.

Wie die meisten der „spanischen Volkslieder“ hat auch das Lied „Seguidilla murciana“ ein eher traurig- verzweifeltes Thema. Wer im Glashaus sitzt, soll zwar nicht mit Steinen werfen, aber man vergleicht einander doch mit Münzen, die von Hand zu Hand gehen, bis sie keiner mehr haben will.

Ich habe bewusst den Akzent auf den anmutigen Tanz selbst und die prachtvolle Kathedrale gelegt. Jedoch gibt es auch auf meinem Bild Hinweise auf das Thema des Liedes. Die fast heruntergebrannte Fackel im Vordergrund, die vom Feuer verzehrt wird, deutet auf die Vergänglichkeit hin. Es ist auch trotz des Vollmondes keine klare Mondnacht, sondern eine eher dunstige, wolkige Atmosphäre. Ob die tanzenden Menschen sich finden werden, habe ich bewusst offengelassen.

Auch dieses Gemälde werde ich am Samstag, 12. April beim Petit Salon Maja & Friends „Petite Sérénade Méditerranéenne“ im Schlosshotel in Heidenheim an der Brenz sowie am Samstag, 03. Mai 2014 im Kunstsalon Maja & Friends „Klassische Gitarre“, bei dem Maja Fluri zusammen mit dem Gitarristen Giuseppe Chiaramonte aus Mailand auftritt, ausstellen.

http://www.majafluri.com/termine/

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Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist Kunstmaler. Matthias Wunsch ist in Süddeutschland geboren und entwickelte autodidaktisch seinen unverkennbaren romantisch-realistischen Malstil, dessen Motive meist durch die klassische Musik, Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen und schließlich das Meer, die Schiffe und die Seefahrt inspiriert sind. Der Künstler malt hauptsächlich mit Tempera auf Karton. Tempera ist eine wasserlösliche Farbe, die u.a. von den Meistern der Renaissance wie Michelangelo oder Botticelli oder auch bei der Ikonenmalerei verwendet wurde. Nach zahlreichen Aquarellen schuf der Künstler im Alter von 15 Jahren seinen ersten großformatigen Bilderzyklus „Impressionen der Cote d’Azur“ in Südfrankreich. Hierbei dominierten noch wuchtige, kraftvolle Formen. Während der Arbeiten an der v.a. von Reiseerinnerungen inspirierten Bilderreihe „Monumente von Mensch und Natur“ vollzog sich ein stilistischer Wandel hin zu seiner heutigen von einem großen Detailreichtum und aufwändigen Bildkompositionen geprägten Darstellungsweise. Seine Liebe zur Seefahrt bewog den Maler, als Trainee, d.h. als zahlendes Besatzungsmitglied, an der vielbewunderten Weltumsegelung des größten traditionellen Segelschiffs der Welt, der russischen Viermastbark SEDOV auf der Etappe Brest-Casablanca teilzunehmen. Die SEDOV wurde als Frachtsegler 1921 in Kiel gebaut und fährt seit 1945 unter russischer Flagge als Schulschiff. An Bord verlebte Matthias Wunsch unter den bis 63 Meter hohen Masten mit insgesamt 4192 Quadratmetern Segelfläche einige seiner glücklichsten Momente. Sein Bilderzyklus „Weltumsegelung der SEDOV“ stellt die schönsten Momente dieser Expedition dar. 2012 lernte Matthias Wunsch die Opernsängerin Maja Fluri kennen. Maja Fluri hatte mit ihrem 2010 gegründeten Berliner Kunstsalon „Maja & Friends“ eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die mit monatlich wechselndem Programm klassische Musik, bildende Kunst und Literatur zu einem Gesamtkunstwerk zusammenführt, an dem auch schon Berühmtheiten wie Marguerite Kollo oder der Maler Christophe Didillon teilgenommen hatten. Nach der Ausstellung beim 25. Jubiläumssalon in Berlin folgte eine intensive Zusammenarbeit in insgesamt sieben Salons u.a. auch auf Tournee an den Bodensee und nach Wien. Maja Fluri inspirierte den Künstler zu den Bilderzyklen „Ein Maskenball“ und „Sieben spanische Bilder“. Der „Gitarrensalon“ in Berlin mit dem italienischen Stargitarristen Giuseppe Chiaramonte und die „Opern-Nacht“ auf der Open-Air-Bühne beim Kultursommer auf Schloss Kittsee im Burgenland /Österreich im Juli 2014waren die Höhepunkte dieses künstlerischen Zusammenwirkens. In Kittsee wirkte kein Geringerer als Prof. Uwe Theimer (u.a. musikalischer Assistent von Karl Böhm, Lorin Maazel und James Levine und 1. Dirigent beim Wiener Opernball) als Pianist sowie die Schriftstellerin Tanja Stern mit. Außerdem wurde Matthias Wunsch von der Universität Murmansk (Russland), dem Schiffseigner der SEDOV zu einer 14 Tage dauernden Ausstellungstournee in der Ostsee eingeladen. Der Künstler präsentierte dem internationalen Publikum auf dem Windjammerfestivals „Hanse Sail Rostock“ und „Gdynia Sailing Days“ (Polen) sowie in Sassnitz auf Rügen seine Gemälde an Deck oder bei schlechtem Wetter im Festsaal der SEDOV. Prominente Gäste seiner Ausstellung waren Alexei Alexeev, der russische Botschafter in Polen, Norbert Thomé, der Vorsitzende von „Tall Ship Friends“ sowie Ulf Bingsgard, der Bürgermeister der schwedischen Stadt Trelleborg. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete Matthias Wunsch in seiner Bilderreihe „Segel über der Ostsee“. Mit „Windjammerlegenden“ schuf der Künstler einen Gemäldezyklus über berühmte Großsegler des 20. Jahrhunderts, wie die PREUSSEN, die PAMIR oder auch die KRUZENSHTERN oder die GORCH FOCK. Das gesamte maritime Werk von Matthias Wunsch wurde auch in der Kunstgalerie auf der RICKMER RICKMERS in Hamburg aus. Dieser Großsegler wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt heute als Museumsschiff und schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken. Im Anschluss daran folgte eine Ausstellung auf dem Windjammerfestival „Hanse Sail Rostock". Aktuell arbeitet der Künstler an weiteren Opernillustrationen u.a. von Puccinis „La Bohème“.

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