Pano Moruno

Gemälde „El Pano Moruno oder das befleckte maurische Tuch“ von Matthias Wunsch

Heute möchte ich mein neuestes Gemälde „El Pano Moruno“ aus meinem Bilderzyklus „Spanische Bilder“ vorstellen, das von dem gleichnamigen Lied des Komponisten Manuel de Falla aus seinen „Sieben spanischen Volksliedern“ inspiriert wurde. Es ist mit Tempera auf Karton gemalt und im Format 50×70 cm.

„El Pano Moruno“ stellt ein junges, sehr hübsches Mädchen dar, das in einem etwas gewagten Kleid am Morgen nach der ersten Liebesnacht mit einem Mann, den es wohl nicht wiedersehen wird, durch die Straßen geht und dabei auch durch eine Straße mit einem gerade eröffneten, noch menschenleeren Markt kommt. Hierbei fällt ihm ein drastisch verbilligtes maurisches Tuch auf, das durch einen großen schwarzen Fleck seinen Wert verloren hat. Dabei erkennt das Mädchen voll Bestürzung, dass es nun keine Jungfrau mehr ist und wie das Tuch nach den noch in der Zeit De Fallas herrschenden traditionellen Auffassungen nun seinen Wert eingebüßt hat. Sein Gesicht verrät, dass es den Tränen nahe ist. Auch das Haar des Mädchens ist schlecht frisiert und hängt teilweise ungeordnet herunter.

Schon der finstere Himmel im Hintergrund spricht für die verzweifelte Situation, genauso wie das schwarze Kleid des Mädchens. Auch die Häuser neben der Straße mit ihrem schadhaften Putz wirken verbraucht. Die schmale Straße endet blind und das Pflaster nimmt das trostlose Grau des Himmels wieder auf.

Das maurische Tuch, das „Pano Moruno“ selbst ist in denselben Farben gehalten wie der Gürtel und die Schuhe des Mädchens, um die Gemeinsamkeit hervorzuheben. Des weiteren wird das maurische, d.h. orientalische Element noch weiter hervorgehoben durch die auf der anderen Seite angebotenen Orientteppiche, die in langer Reihe an eine Stange aufgehängt sind. Auch die orientalisch anmutenden Kissen darunter tragen dazu bei.Die orientalischen Elemente stehen wegen des Islam auch für strenge, prüde Sitten.

 

Auch mein Gemälde „El Pano Moruno“ werde ich im Kunstsalon Maja & Friends „Klassische Gitarre“ im „Grand Slam“ in Berlin am 03. Mai 2014 ausstellen. Ich freue mich schon auf das wunderbare musikalische Programm von Maja Fluri mit dem Gitarristen Giuseppe Chiaramonte aus Mailand.

http://www.majafluri.com/

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Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist Kunstmaler. Matthias Wunsch ist in Süddeutschland geboren und entwickelte autodidaktisch seinen unverkennbaren romantisch-realistischen Malstil, dessen Motive meist durch die klassische Musik, Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen und schließlich das Meer, die Schiffe und die Seefahrt inspiriert sind. Der Künstler malt hauptsächlich mit Tempera auf Karton. Tempera ist eine wasserlösliche Farbe, die u.a. von den Meistern der Renaissance wie Michelangelo oder Botticelli oder auch bei der Ikonenmalerei verwendet wurde. Nach zahlreichen Aquarellen schuf der Künstler im Alter von 15 Jahren seinen ersten großformatigen Bilderzyklus „Impressionen der Cote d’Azur“ in Südfrankreich. Hierbei dominierten noch wuchtige, kraftvolle Formen. Während der Arbeiten an der v.a. von Reiseerinnerungen inspirierten Bilderreihe „Monumente von Mensch und Natur“ vollzog sich ein stilistischer Wandel hin zu seiner heutigen von einem großen Detailreichtum und aufwändigen Bildkompositionen geprägten Darstellungsweise. Seine Liebe zur Seefahrt bewog den Maler, als Trainee, d.h. als zahlendes Besatzungsmitglied, an der vielbewunderten Weltumsegelung des größten traditionellen Segelschiffs der Welt, der russischen Viermastbark SEDOV auf der Etappe Brest-Casablanca teilzunehmen. Die SEDOV wurde als Frachtsegler 1921 in Kiel gebaut und fährt seit 1945 unter russischer Flagge als Schulschiff. An Bord verlebte Matthias Wunsch unter den bis 63 Meter hohen Masten mit insgesamt 4192 Quadratmetern Segelfläche einige seiner glücklichsten Momente. Sein Bilderzyklus „Weltumsegelung der SEDOV“ stellt die schönsten Momente dieser Expedition dar. 2012 lernte Matthias Wunsch die Opernsängerin Maja Fluri kennen. Maja Fluri hatte mit ihrem 2010 gegründeten Berliner Kunstsalon „Maja & Friends“ eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die mit monatlich wechselndem Programm klassische Musik, bildende Kunst und Literatur zu einem Gesamtkunstwerk zusammenführt, an dem auch schon Berühmtheiten wie Marguerite Kollo oder der Maler Christophe Didillon teilgenommen hatten. Nach der Ausstellung beim 25. Jubiläumssalon in Berlin folgte eine intensive Zusammenarbeit in insgesamt sieben Salons u.a. auch auf Tournee an den Bodensee und nach Wien. Maja Fluri inspirierte den Künstler zu den Bilderzyklen „Ein Maskenball“ und „Sieben spanische Bilder“. Der „Gitarrensalon“ in Berlin mit dem italienischen Stargitarristen Giuseppe Chiaramonte und die „Opern-Nacht“ auf der Open-Air-Bühne beim Kultursommer auf Schloss Kittsee im Burgenland /Österreich im Juli 2014waren die Höhepunkte dieses künstlerischen Zusammenwirkens. In Kittsee wirkte kein Geringerer als Prof. Uwe Theimer (u.a. musikalischer Assistent von Karl Böhm, Lorin Maazel und James Levine und 1. Dirigent beim Wiener Opernball) als Pianist sowie die Schriftstellerin Tanja Stern mit. Außerdem wurde Matthias Wunsch von der Universität Murmansk (Russland), dem Schiffseigner der SEDOV zu einer 14 Tage dauernden Ausstellungstournee in der Ostsee eingeladen. Der Künstler präsentierte dem internationalen Publikum auf dem Windjammerfestivals „Hanse Sail Rostock“ und „Gdynia Sailing Days“ (Polen) sowie in Sassnitz auf Rügen seine Gemälde an Deck oder bei schlechtem Wetter im Festsaal der SEDOV. Prominente Gäste seiner Ausstellung waren Alexei Alexeev, der russische Botschafter in Polen, Norbert Thomé, der Vorsitzende von „Tall Ship Friends“ sowie Ulf Bingsgard, der Bürgermeister der schwedischen Stadt Trelleborg. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete Matthias Wunsch in seiner Bilderreihe „Segel über der Ostsee“. Mit „Windjammerlegenden“ schuf der Künstler einen Gemäldezyklus über berühmte Großsegler des 20. Jahrhunderts, wie die PREUSSEN, die PAMIR oder auch die KRUZENSHTERN oder die GORCH FOCK. Das gesamte maritime Werk von Matthias Wunsch wurde auch in der Kunstgalerie auf der RICKMER RICKMERS in Hamburg aus. Dieser Großsegler wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt heute als Museumsschiff und schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken. Im Anschluss daran folgte eine Ausstellung auf dem Windjammerfestival „Hanse Sail Rostock". Aktuell arbeitet der Künstler an weiteren Opernillustrationen u.a. von Puccinis „La Bohème“.

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