Es lebe der 1. Mai, das Frühlingsfest!

Demonstrationen und Kundgebungen, Reden von Gewerkschaftsvertretern und Politikern in langweiligen dunklen Anzügen, die die ewige Leier von sozialer Ungleichheit, Arbeitskämpfen und all den profanen Dingen in die Welt hinausschreien, das ist in den Medein oft der 1. Mai. Und dadurch unterscheidet er sich kaum von all den anderen grauen Tagen, die sonst das Leben in unserer reiz-, und pseudokonfliktüberfluteten westlichen Welt bestimmen.

Und doch – der Mai ist in Wahrheit etwas ganz anderes. Bei dem Wort „Mai“ kommt uns die Zeit in den Sinn, in der der Frühling all seine Pracht entfaltet, der Monat, in dem das Leben und die Wonne der Natur sich allgegenwärtig ausbreitet.
Wie schön ist es, dem Gesang der Vögel in der blauen Morgendämmerung zu lauschen oder das dumpfe Grollen ses ersten Gewitters und dessen feurige Blitze zu erleben!
Den Regen zu spüren, der Millionen von Blumen neu erblühen lässt!

Auch der Mai als Monat der Liebe, von großen Künstlern in unsterblichen  Gedichten, Liedern, Gemälden und Schauspielen gepriesen, kommt mir in den Sinn. Das Herz ist leicht und gibt sich dem Frühlingsgefühl hin, die Menschen tanzen in der letzten Aprilnacht in den Mai, man schenkt einander Maiglöckchen und beginnt zu träumen.

Auch die Walpurgisnacht und mit ihr die dämonisch-wilde Seite des Mai, mit dem Hexentanz auf dem Brocken, verewigt von Goethe und anderen großen Dichtern, zieht in meinen Gedanken vorüber.

Und als großen Gegenpol dazu Christi Himmelfahrt im Laufe des Mai, das Fest der Vollendung des großen Werkes Jesu, das zum Zeichen des Eingehens des gläubigen Christen ins Paradies von Christus vorgelebt wurde, dargestellt in vielen prachtvollen Malereien und Fresken  in Kirchen und Klöstern, und das den Weg ins Licht und die Erlösung bedeutet.

 

 

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Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist Kunstmaler. Matthias Wunsch ist in Süddeutschland geboren und entwickelte autodidaktisch seinen unverkennbaren romantisch-realistischen Malstil, dessen Motive meist durch die klassische Musik, Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen und schließlich das Meer, die Schiffe und die Seefahrt inspiriert sind. Der Künstler malt hauptsächlich mit Tempera auf Karton. Tempera ist eine wasserlösliche Farbe, die u.a. von den Meistern der Renaissance wie Michelangelo oder Botticelli oder auch bei der Ikonenmalerei verwendet wurde. Nach zahlreichen Aquarellen schuf der Künstler im Alter von 15 Jahren seinen ersten großformatigen Bilderzyklus „Impressionen der Cote d’Azur“ in Südfrankreich. Hierbei dominierten noch wuchtige, kraftvolle Formen. Während der Arbeiten an der v.a. von Reiseerinnerungen inspirierten Bilderreihe „Monumente von Mensch und Natur“ vollzog sich ein stilistischer Wandel hin zu seiner heutigen von einem großen Detailreichtum und aufwändigen Bildkompositionen geprägten Darstellungsweise. Seine Liebe zur Seefahrt bewog den Maler, als Trainee, d.h. als zahlendes Besatzungsmitglied, an der vielbewunderten Weltumsegelung des größten traditionellen Segelschiffs der Welt, der russischen Viermastbark SEDOV auf der Etappe Brest-Casablanca teilzunehmen. Die SEDOV wurde als Frachtsegler 1921 in Kiel gebaut und fährt seit 1945 unter russischer Flagge als Schulschiff. An Bord verlebte Matthias Wunsch unter den bis 63 Meter hohen Masten mit insgesamt 4192 Quadratmetern Segelfläche einige seiner glücklichsten Momente. Sein Bilderzyklus „Weltumsegelung der SEDOV“ stellt die schönsten Momente dieser Expedition dar. 2012 lernte Matthias Wunsch die Opernsängerin Maja Fluri kennen. Maja Fluri hatte mit ihrem 2010 gegründeten Berliner Kunstsalon „Maja & Friends“ eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die mit monatlich wechselndem Programm klassische Musik, bildende Kunst und Literatur zu einem Gesamtkunstwerk zusammenführt, an dem auch schon Berühmtheiten wie Marguerite Kollo oder der Maler Christophe Didillon teilgenommen hatten. Nach der Ausstellung beim 25. Jubiläumssalon in Berlin folgte eine intensive Zusammenarbeit in insgesamt sieben Salons u.a. auch auf Tournee an den Bodensee und nach Wien. Maja Fluri inspirierte den Künstler zu den Bilderzyklen „Ein Maskenball“ und „Sieben spanische Bilder“. Der „Gitarrensalon“ in Berlin mit dem italienischen Stargitarristen Giuseppe Chiaramonte und die „Opern-Nacht“ auf der Open-Air-Bühne beim Kultursommer auf Schloss Kittsee im Burgenland /Österreich im Juli 2014waren die Höhepunkte dieses künstlerischen Zusammenwirkens. In Kittsee wirkte kein Geringerer als Prof. Uwe Theimer (u.a. musikalischer Assistent von Karl Böhm, Lorin Maazel und James Levine und 1. Dirigent beim Wiener Opernball) als Pianist sowie die Schriftstellerin Tanja Stern mit. Außerdem wurde Matthias Wunsch von der Universität Murmansk (Russland), dem Schiffseigner der SEDOV zu einer 14 Tage dauernden Ausstellungstournee in der Ostsee eingeladen. Der Künstler präsentierte dem internationalen Publikum auf dem Windjammerfestivals „Hanse Sail Rostock“ und „Gdynia Sailing Days“ (Polen) sowie in Sassnitz auf Rügen seine Gemälde an Deck oder bei schlechtem Wetter im Festsaal der SEDOV. Prominente Gäste seiner Ausstellung waren Alexei Alexeev, der russische Botschafter in Polen, Norbert Thomé, der Vorsitzende von „Tall Ship Friends“ sowie Ulf Bingsgard, der Bürgermeister der schwedischen Stadt Trelleborg. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete Matthias Wunsch in seiner Bilderreihe „Segel über der Ostsee“. Mit „Windjammerlegenden“ schuf der Künstler einen Gemäldezyklus über berühmte Großsegler des 20. Jahrhunderts, wie die PREUSSEN, die PAMIR oder auch die KRUZENSHTERN oder die GORCH FOCK. Das gesamte maritime Werk von Matthias Wunsch wurde auch in der Kunstgalerie auf der RICKMER RICKMERS in Hamburg aus. Dieser Großsegler wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt heute als Museumsschiff und schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken. Im Anschluss daran folgte eine Ausstellung auf dem Windjammerfestival „Hanse Sail Rostock". Aktuell arbeitet der Künstler an weiteren Opernillustrationen u.a. von Puccinis „La Bohème“.

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