Pauluskirche und Schloss Hellenstein im Nebel

„Bilder meiner Heimat“ von Matthias Wunsch

Schon lange hatte ich den Gedanken, einen Gemäldezyklus meiner Heimatstadt Heidenheim und ihrer Umgebung zu widmen. Im Herbst 2014, nachdem ich beim 39. Kunstsalon Maja & Friends in Berlin mitgewirkt hatte, begann ich mit „Bilder meiner Heimat“.

Im Gegensatz zu den meisten Gemälden namhafter Heidenheimer Maler wollte ich meine Heimatstadt nicht als eine beschauliche, ruhige Kleinstadt mit einem mächtigen Schloss bei schönem Wetter darstellen. Meine Bilder zeigen bewusst eine andere Seite: die großartige Natur und die gewaltigen Wolkenformationen über der Schwäbischen Alb, die mich seit meiner Kindheit begeistert haben. Die Bilder stellen den Herbst von Oktober bis Dezember dar.

Schloss Hellenstein am Abend bei aufziehendem Gewitter Schloss Hellenstein am Abend mit aufziehendem Gewitter

„Schloss Hellenstein am Abend bei aufziehendem Gewitter“ ist das erste Bild meiner Serie und zeigt das berühmte mittelalterliche Heidenheimer Schloss von Norden aus gesehen, über dem sich die gewaltigen, von der Abendsonne beschienenen Wolken der letzten Gewitterfront zu Anfang Oktober 2014 auftürmen. Die mächtige Burganlage erscheint in dieser leicht apokalyptisch wirkenden Stimmung klein und zerbrechlich gegenüber den Naturgewalten. Besonders hervorzuheben ist auch, dass ich die untere Bildhälfte fast in Schwarz-Weiß gehalten habe, während in der oberen Hälfte leuchtende Blau- und Orangetöne dominieren.

 

HerbstwaldHerbstwald

Mein Gemälde „Herbstwald“ stellt ein Waldmotiv auf dem Schlossberg in der Nähe des Naturtheaters dar. Das Laub erstrahlt in den flammenden Gelb- und Orangetönen vor dem blauen Himmel. Die beiden Bäume im Zentrum des Bildes erinnern entfernt an Frauenkörper.
Der Wald ist eingesäumt von üppigen Sträuchern, die sich über dem grünen Gras erheben und deren Blätter ebenfalls in herbstlichen Farben schimmern.

 

 Pauluskirche und Schloss Hellenstein im NebelPauluskirche und Schloss Hellenstein im Nebel

„Pauluskirche und Schloss Hellenstein im Nebel“  stellt dieses Motiv aus einer meines Wissens noch nicht gemalten Perspektive dar.
im Vordergrund rechts steht die Pauluskirche, die größte Kirche Heidenheims, deren roter Backsteinturm mit dem charakteristischen schwarzen Helm sich über den im weißlich-transparenten Nebelmeer versinkenden Herbstbäumen erhebt. Dahinter ragt das Schloss Hellenstein wuchtig über dem Nebel auf, der sich in zerfaserten Schwaden im blauen Himmel allmählich auflöst.

 

Novemberabend an der kleinen Steinheimer HeideNovemberabend an der kleinen Steinheimer Heide

„Novemberabend an der kleinen Steinheimer Heide“ stellt eine klare, kalte Abendstimmung an einer bekannten Heide oberhalb des Dorfes Steinheim im Kreis Heidenheim dar. Der aufgehende Mond scheint durch die Zweige der Bäume am Waldrand, während das letzte Abendrot im Westen schimmert. Zerrissene Wolkenformationen und der aus der Heide aufsteigende Nebel komplettieren die leicht gespenstisch anmutende Idylle.

 

Weihnachtsmarkt in HeidenheimIMG_6456

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Weihnachtsmarkt in Heidenheim“ ist das letzte Gemälde dieses Zyklus und ist dem Winter und der Adventszeit gewidmet. Das Motiv wird aus der Vogelperspektive gezeigt. Unter dem sternenübersäten Himmel mit einem durch eine Lücke in einem Wolkenschleier scheinenden Mond erstrahlt das schneebedeckte Schloss Hellenstein im orangegelben Scheinwerferlicht und wirkt hinter den Silhouetten der kahlen Bäume fast überirdisch leicht. Die davor liegende Michaelskirche in der rechten Bildhälfte thront über den schneebedeckten Häusern am Eugen-Jaekle-Platz, auf dem um einen Christbaum die  kleinen Buden des Weihnachtsmarktes stehen, bei denen viele Menschen zusammenkommen,  Die Lichtergirlanden im Vordergrund unterstreichen die vorweihnachtliche Stimmung.

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Über Matthias Wunsch

Matthias Wunsch ist Kunstmaler. Matthias Wunsch ist in Süddeutschland geboren und entwickelte autodidaktisch seinen unverkennbaren romantisch-realistischen Malstil, dessen Motive meist durch die klassische Musik, Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen und schließlich das Meer, die Schiffe und die Seefahrt inspiriert sind. Der Künstler malt hauptsächlich mit Tempera auf Karton. Tempera ist eine wasserlösliche Farbe, die u.a. von den Meistern der Renaissance wie Michelangelo oder Botticelli oder auch bei der Ikonenmalerei verwendet wurde. Nach zahlreichen Aquarellen schuf der Künstler im Alter von 15 Jahren seinen ersten großformatigen Bilderzyklus „Impressionen der Cote d’Azur“ in Südfrankreich. Hierbei dominierten noch wuchtige, kraftvolle Formen. Während der Arbeiten an der v.a. von Reiseerinnerungen inspirierten Bilderreihe „Monumente von Mensch und Natur“ vollzog sich ein stilistischer Wandel hin zu seiner heutigen von einem großen Detailreichtum und aufwändigen Bildkompositionen geprägten Darstellungsweise. Seine Liebe zur Seefahrt bewog den Maler, als Trainee, d.h. als zahlendes Besatzungsmitglied, an der vielbewunderten Weltumsegelung des größten traditionellen Segelschiffs der Welt, der russischen Viermastbark SEDOV auf der Etappe Brest-Casablanca teilzunehmen. Die SEDOV wurde als Frachtsegler 1921 in Kiel gebaut und fährt seit 1945 unter russischer Flagge als Schulschiff. An Bord verlebte Matthias Wunsch unter den bis 63 Meter hohen Masten mit insgesamt 4192 Quadratmetern Segelfläche einige seiner glücklichsten Momente. Sein Bilderzyklus „Weltumsegelung der SEDOV“ stellt die schönsten Momente dieser Expedition dar. 2012 lernte Matthias Wunsch die Opernsängerin Maja Fluri kennen. Maja Fluri hatte mit ihrem 2010 gegründeten Berliner Kunstsalon „Maja & Friends“ eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die mit monatlich wechselndem Programm klassische Musik, bildende Kunst und Literatur zu einem Gesamtkunstwerk zusammenführt, an dem auch schon Berühmtheiten wie Marguerite Kollo oder der Maler Christophe Didillon teilgenommen hatten. Nach der Ausstellung beim 25. Jubiläumssalon in Berlin folgte eine intensive Zusammenarbeit in insgesamt sieben Salons u.a. auch auf Tournee an den Bodensee und nach Wien. Maja Fluri inspirierte den Künstler zu den Bilderzyklen „Ein Maskenball“ und „Sieben spanische Bilder“. Der „Gitarrensalon“ in Berlin mit dem italienischen Stargitarristen Giuseppe Chiaramonte und die „Opern-Nacht“ auf der Open-Air-Bühne beim Kultursommer auf Schloss Kittsee im Burgenland /Österreich im Juli 2014waren die Höhepunkte dieses künstlerischen Zusammenwirkens. In Kittsee wirkte kein Geringerer als Prof. Uwe Theimer (u.a. musikalischer Assistent von Karl Böhm, Lorin Maazel und James Levine und 1. Dirigent beim Wiener Opernball) als Pianist sowie die Schriftstellerin Tanja Stern mit. Außerdem wurde Matthias Wunsch von der Universität Murmansk (Russland), dem Schiffseigner der SEDOV zu einer 14 Tage dauernden Ausstellungstournee in der Ostsee eingeladen. Der Künstler präsentierte dem internationalen Publikum auf dem Windjammerfestivals „Hanse Sail Rostock“ und „Gdynia Sailing Days“ (Polen) sowie in Sassnitz auf Rügen seine Gemälde an Deck oder bei schlechtem Wetter im Festsaal der SEDOV. Prominente Gäste seiner Ausstellung waren Alexei Alexeev, der russische Botschafter in Polen, Norbert Thomé, der Vorsitzende von „Tall Ship Friends“ sowie Ulf Bingsgard, der Bürgermeister der schwedischen Stadt Trelleborg. Die Eindrücke dieser Reise verarbeitete Matthias Wunsch in seiner Bilderreihe „Segel über der Ostsee“. Mit „Windjammerlegenden“ schuf der Künstler einen Gemäldezyklus über berühmte Großsegler des 20. Jahrhunderts, wie die PREUSSEN, die PAMIR oder auch die KRUZENSHTERN oder die GORCH FOCK. Das gesamte maritime Werk von Matthias Wunsch wurde auch in der Kunstgalerie auf der RICKMER RICKMERS in Hamburg aus. Dieser Großsegler wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt heute als Museumsschiff und schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken. Im Anschluss daran folgte eine Ausstellung auf dem Windjammerfestival „Hanse Sail Rostock". Aktuell arbeitet der Künstler an weiteren Opernillustrationen u.a. von Puccinis „La Bohème“.

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